Andreas Kranz - Biopic
Sequenzen aus dem Leben eines Indiens

1968 – Andreas Kranz inhaliert am 22. Mai als zweiter Zwilling zum ersten Mal den Duft des Brotes, das ihn in der heimischen Bäckerei künftig für das Leben stärken wird.

1982 – Einstieg ins Musik-Business mit Gründung der School-Rock-Combo »Channel 88«, was AK aber nicht daran hindern soll seine Schullaufbahn ‚doch noch’ gütlich abzuschließen.

1987 – Institutionelle Krönung seines bisherigen Lebenswandels mit der wenig aussagekräftigen Allgemeinen Hochschulreife sowie der dafür um so zukunftsweisenderen Ausbildung zum Elektrotechnischen Assistenten.

1989 – In der »Kulturhalle Dormagen« perfektioniert der nunmehr selbstständige Gastwirt neben den humanwissenschaftlichen Lehren aus Zivildienst und Studium der Sozialarbeit an der Fachhochschule Köln vor allem seinen Riecher in puncto Booking und kulturellem Engagement.

1992 – Als Shouter der Acoustic-Punk-Cover-Band »exploding bedrooms« legt er fortan nicht nur den Schankbetrieb in hiesigen Gaststätten lahm, sondern sorgt auch auf seinen Tournéen durch Frankreich, Spanien, England und Irland europaweit für frenetische Beifallsstürme im Publikum.

1993 – AK erliegt der Kraft der bewegten Bilder und investiert kurzerhand seine Gagen in eine Videokamera samt Schnittplatz, um in seiner ewigen Rolle als Bandleader jetzt auch die Produktion der Videoclips in die eigene Hand zu nehmen: u.a. den für Kranz-Verhältnisse geradezu lieblich intonierten Proll-Klassiker »Mädchen sind super«.

1995 – In der alsbald berühmt-berüchtigten Szene-Kneipe »Tankstelle« werden unter seiner Regie musikalische und komödiantische Entdeckungen wie Guano Apes oder Wiglaf Droste erste Meriten ernten.

1998 – Fesselnde Live-Auftritte, deliriöse Zustände und abgründig komische Begegnungen prägen sein Band-Road-Movie »Schlimm im Ausland«.

2000 – Mit dem Erlös für die »Tankstelle« finanziert er einen 60-wöchigen Trip alleine durch alle fünf Kontinente, bei dem selbstverständlich auch das erfolgreiche Aufstiegsendspiel seines Heimatvereins 1. FC Köln nicht auf der Route fehlen darf. Das mitreißende filmische Resultat »Hallo, meine lieben Freunde« hätte auch getrost als Ode an das Reisen untertitelt werden dürfen.

2002 – Um seine zukünftige Profession zu vervollkommnen stürzt sich AK unter der Regie von Oliver Storz als Set Runner in die Ziegler Produktion »Im Schatten der Macht« (ARD).

2003 – Mit seinem Antritt als News-Cutter für das Internet-TV der Nachrichtenagentur Reuters schärft sich nicht nur sein Blick für die Weltpolitik, sondern besonders auch der für das erzählerische Potenzial der Bilder, mit denen ihn Kameramänner aus aller Herren Länder versorgen.

2005 – Auf die Geburt seines Sohnes folgt die bis dato privateste künstlerische Schaffensperiode, deren Resultate zwar bisher nur wenigen Auserwählten die Tränen in die Augen getrieben haben, die aber in ihrem ungewohnt zärtlichen Witz sowie der perspektivischen Umorientierung bei der Kameraführung gerade für die zukünftige Rezeption seines Werks eine bedeutende Stellung einnehmen werden.

2006 – Die entfesselte Doku »Go Brazil! Ein Film mit Musik.« kann unumwunden als Kulminationspunkt seiner bisherigen Karriere betrachtet werden: Musik meets Film, Reise meets Event, Freundschaft meets Business – auf der Hochzeitsexpedition eines Kumpels und Mitglieds von AKs Reuters-Band »Air Speed One« im fernen Brasilien.

2008 – Mit »Black Stars Rising« setzt er nicht nur dem wohl emotionalsten aller Fußball-Feste, dem Africa Cup of Nations, sondern einem ganzen Volk ein Denkmal.

2009 – Die Musik bekommt einen neuen Stellenwert. Als Sänger und Kopf der Kölner Gruppe "junta colonia" wird er fortan die Bühnen der Region erobern.

2011 – Die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf bringt ihn auch wieder zusammen mit seinem Zwillingsbruder Michael der dort Chefredakteur ist. Die Produktion von kompetenten Wirtschaftsvideos liegt hier im Fokus.

Drehbuch: Lars Albat

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